Pinterest Tag in Shopify einbauen (DSGVO-konform)
So baust du den Pinterest Tag in Shopify ein: ohne Entwickler über die offizielle App, DSGVO-sauber mit Consent-Banner und Auftragsverarbeitungsvertrag. Schritt für Schritt erklärt.

Du baust den Pinterest Tag in Shopify ohne Entwickler ein, indem du die offizielle Pinterest-App aus dem Shopify App Store installierst: Sie setzt den Tag automatisch in deinen Onlineshop, ganz ohne Eingriff in den Code. DSGVO-sauber wird das Ganze durch drei Dinge: Der Tag lädt erst nach der Einwilligung deiner Besucher (Consent-Banner plus Shopifys Customer-Privacy-Funktion), du schließt mit Pinterest einen Auftragsverarbeitungsvertrag ab, und du dokumentierst den Serverstandort in deiner Datenschutzerklärung. In diesem Artikel gehen wir beide Wege durch, den bequemen über die App und den manuellen über den Theme-Code, und zeigen dir, worauf du beim Datenschutz achten musst, ohne dass wir dir eine Rechtsberatung verkaufen. Denn die endgültige Freigabe holst du dir bei deinem Datenschutzbeauftragten.
Warum sich der Aufwand lohnt: Pinterest hat laut Pinterest (Q3 2024) über 570 Mio. monatlich aktive Nutzer. 80 % der wöchentlichen Pinner haben laut Pinterest Business schon eine neue Marke oder ein neues Produkt entdeckt. Ohne Tag siehst du von diesem Verhalten aber nichts.
🎯 Das Wichtigste in Kürze
- Der schnellste Weg ist die offizielle Pinterest-App aus dem Shopify App Store: Sie setzt den Tag ohne Code.
- Der manuelle Weg über den Theme-Code ist möglich, aber nur nötig, wenn du volle Kontrolle brauchst.
- DSGVO-konform heißt: Tag erst nach Einwilligung laden, per Consent-Banner und Shopifys Customer-Privacy-Funktion.
- Schließe mit Pinterest einen Auftragsverarbeitungsvertrag ab und nenne den Serverstandort in deiner Datenschutzerklärung.
- Ohne Tag misst du keine Conversions und kannst deine Pins nicht auf Verkäufe optimieren.
- Rechtliche Freigabe holst du dir bei deinem Datenschutzbeauftragten, dieser Artikel ersetzt sie nicht.
Was ist der Pinterest Tag und wofür brauchst du ihn?
Der Pinterest Tag ist ein kleines Stück JavaScript, das in deinem Onlineshop läuft. Manche nennen ihn auch Pinterest Pixel, gemeint ist dasselbe. Er meldet an Pinterest, was Besucher in deinem Shop tun: Seitenaufrufe, Aufrufe von Produktseiten, Warenkorb-Aktionen und abgeschlossene Käufe.
Warum das zählt: Ohne diese Rückmeldung weiß Pinterest nicht, ob deine Pins nur Klicks oder auch Umsatz bringen. Mit dem Tag kannst du deine Reichweite auf Käufe optimieren, den Umsatz je Kampagne sehen und später Zielgruppen aus deinen Shop-Besuchern bilden.
Für organische Pins gilt: Der Tag ist keine Pflicht, um zu pinnen. Aber sobald du wissen willst, welche Pins tatsächlich verkaufen, brauchst du ihn. In der Praxis ist das der Unterschied zwischen „wir posten Pins“ und „wir wissen, welcher Pin 29,90 € Umsatz gebracht hat“.
Weg 1: Der Pinterest Tag über die offizielle App (ohne Entwickler)
Das ist der Weg, den wir den meisten Shopbetreibern empfehlen. Du brauchst keine Code-Kenntnisse und kein Theme anzufassen.
Schritt für Schritt
- Öffne den Shopify App Store und suche nach der App von Pinterest. Achte darauf, dass der Anbieter „Pinterest“ ist, nicht eine Drittanbieter-App mit ähnlichem Namen.
- Installiere die App und verbinde sie mit deinem Pinterest-Geschäftskonto. Hast du noch kein Geschäftskonto, legst du es in diesem Schritt an. Es ist kostenlos.
- Bestätige die Domain deines Shops. Pinterest führt dich durch die Bestätigung, damit deine Pins deiner Domain zugeordnet werden.
- Verbinde deinen Produktkatalog. Deine Shopify-Produkte werden dann als Produkt-Pins auf Pinterest verfügbar.
- Aktiviere den Pinterest Tag im letzten Schritt der App. Die App setzt den Tag automatisch in deinen Onlineshop.
Nach der Aktivierung meldet der Tag Standard-Ereignisse wie Seitenaufruf, Produktansicht, Warenkorb und Kauf, ohne dass du sie einzeln einrichten musst. Das ist der große Vorteil gegenüber der manuellen Variante: Shopify und die App kennen die Struktur deines Shops und verdrahten die Ereignisse für dich.
Weg 2: Manuelle Einbindung über den Theme-Code
Diesen Weg brauchst du nur, wenn du die App nicht nutzen willst oder mehr Kontrolle über den Zeitpunkt brauchst, etwa weil du den Tag streng an dein eigenes Consent-System koppeln möchtest.
Der Grundgedanke: Pinterest stellt dir im Ads Manager unter dem Punkt für Conversions den Basis-Code deines Tags bereit, samt deiner Tag-ID. Diesen Code fügst du in deinem Shopify-Theme ein, üblicherweise in der Datei theme.liquid vor dem schließenden </head>. Zusätzlich meldest du einzelne Ereignisse wie den Kauf auf der Danke-Seite.
Der Haken: Die genaue Platzierung von Kauf-Ereignissen hängt von deinem Shopify-Tarif ab, und Änderungen an der Checkout-Seite sind je nach Tarif eingeschränkt. Wenn du dir bei einem Schritt unsicher bist, nimm Weg 1. Ein falsch platzierter Kauf-Code, der nie auslöst, sieht aus wie „funktioniert“, meldet aber nichts.
Der Pinterest Tag und die DSGVO: das musst du beachten
Hier trennt sich der deutsche Markt vom Rest. Der Pinterest Tag verarbeitet personenbezogene Daten deiner Besucher und überträgt sie an Pinterest. In Deutschland heißt das: Du brauchst eine wirksame Einwilligung, bevor der Tag lädt. Wir geben dir hier keine Rechtsberatung, sondern die Punkte, die du mit deinem Datenschutzbeauftragten klären solltest.
1. Einwilligung zuerst
Der Tag darf erst laden, nachdem der Besucher aktiv zugestimmt hat. Ein Consent-Banner, das die Einwilligung einholt, ist die übliche Lösung. Shopify bietet dafür die Customer-Privacy-Funktion, über die dein Banner dem Tag signalisiert, ob er laden darf. Achte darauf, dass „kein Klick“ nicht als Zustimmung gewertet wird. Vorausgewählte Häkchen sind keine gültige Einwilligung.
2. Auftragsverarbeitungsvertrag
Wenn Pinterest in deinem Auftrag Daten verarbeitet, gehört ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) dazu. Prüfe die Vertragsunterlagen, die Pinterest bereitstellt, und dokumentiere den Abschluss.
3. Datenschutzerklärung und Serverstandort
Nenne in deiner Datenschutzerklärung, dass du den Pinterest Tag einsetzt, welche Daten übertragen werden und wohin. Pinterest verarbeitet Daten auch außerhalb der EU, also gehört der Hinweis zum Serverstandort und zur Grundlage der Datenübermittlung in deine Erklärung.
Der letzte Wert ist für Onlineshops entscheidend: Wenn laut Pinterest Business 96 % der Suchen ohne Markennamen ablaufen, suchen die Menschen nach „Geschenk zur Hochzeit“ statt nach deinem Shop. Mit dem Tag misst du, welche dieser unbranded Sucher am Ende bei dir kaufen, und kannst genau darauf optimieren.
So prüfst du, ob der Tag richtig läuft
Nach der Einrichtung willst du sicher sein, dass der Tag Ereignisse meldet, und zwar erst nach der Einwilligung. Drei Kontrollen:
- Im Pinterest Ads Manager: Dort siehst du im Bereich für Conversions, ob dein Tag Aktivität empfängt und welche Ereignisse ankommen.
- Im Browser: Öffne deinen Shop im Inkognito-Fenster, lehne im Banner zunächst ab und prüfe, dass nichts an Pinterest gesendet wird. Dann stimme zu und prüfe, dass der Tag feuert.
- Über einen Testkauf: Führe eine Testbestellung durch und kontrolliere, ob das Kauf-Ereignis mit dem richtigen Wert im Ads Manager erscheint.
Was der Tag mit deiner Pin-Strategie zu tun hat
Der Tag ist die Messseite. Die andere Seite ist der stetige Nachschub an Pins, denn ein einzelner Pin pro Woche gibt Pinterest zu wenig Signale. In der Praxis brauchst du regelmäßig frische Pins zu deinen Produkten, saisonal abgestimmt auf den deutschen Markt: Weihnachten, Ostern, Muttertag und die Hochzeitssaison von Mai bis September.
Genau hier setzt PinAutopilot an. Statt jeden Pin von Hand zu bauen, erzeugt PinAutopilot aus deinem Shopify-Produktkatalog automatisch Pins und veröffentlicht sie planmäßig. Der Tag misst dann, welche dieser Pins verkaufen, und du siehst schwarz auf weiß, was funktioniert. Messung und Nachschub greifen ineinander: Ohne Tag pinnst du blind, ohne stetigen Pin-Nachschub misst der Tag zu wenig.
Pins automatisch aus deinem Shopify-Katalog
Verbinde deinen Onlineshop, lass PinAutopilot die Pins bauen und veröffentlichen, und miss mit dem Pinterest Tag, was wirklich verkauft.
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- Doppelter Tag: App und manuelle Einbindung gleichzeitig aktiv. Ergebnis: doppelt gezählte Käufe. Entscheide dich für einen Weg.
- Tag lädt vor der Einwilligung: Nicht DSGVO-konform. Koppel den Tag an dein Consent-Banner.
- Kein Kauf-Ereignis: Der Tag meldet Seitenaufrufe, aber keine Käufe, weil das Kauf-Ereignis nie ausgelöst wird. Immer mit einem Testkauf prüfen.
- Katalog nicht verbunden: Der Tag meldet Umsatz, aber ohne Produktbezug. Verbinde zuerst den Produktkatalog.
- Datenschutzerklärung nicht angepasst: Der Tag läuft, aber die Pflichtangaben fehlen. Ergänze Pinterest als Empfänger und den Serverstandort.
Häufig gestellte Fragen
Brauche ich einen Entwickler, um den Pinterest Tag in Shopify einzubauen?
Nein. Der schnellste Weg ist die offizielle Pinterest-App aus dem Shopify App Store. Sie setzt den Tag automatisch in deinen Onlineshop, ohne dass du Code anfassen musst. Der manuelle Weg über den Theme-Code ist nur nötig, wenn du volle Kontrolle über den Zeitpunkt brauchst.
Ist der Pinterest Tag DSGVO-konform?
Er kann es sein, wenn du drei Dinge umsetzt: Der Tag lädt erst nach der aktiven Einwilligung deiner Besucher über ein Consent-Banner, du schließt mit Pinterest einen Auftragsverarbeitungsvertrag ab, und du nennst den Einsatz samt Serverstandort in deiner Datenschutzerklärung. Die endgültige Freigabe klärst du mit deinem Datenschutzbeauftragten.
Was ist der Unterschied zwischen Pinterest Tag und Pinterest Pixel?
Kein Unterschied. Beide Begriffe meinen dasselbe kleine Stück JavaScript, das Ereignisse wie Seitenaufrufe und Käufe an Pinterest meldet. „Tag“ ist die von Pinterest genutzte Bezeichnung, „Pixel“ ist die ältere, umgangssprachliche Variante.
Kostet der Pinterest Tag etwas?
Der Tag selbst und ein Pinterest-Geschäftskonto sind kostenlos. Kosten entstehen erst, wenn du bezahlte Kampagnen schaltest. Für organisches Pinnen und die reine Messung fallen keine Gebühren an.
Wie prüfe ich, ob der Pinterest Tag richtig funktioniert?
Kontrolliere im Pinterest Ads Manager im Bereich für Conversions, ob Ereignisse ankommen. Öffne deinen Shop zusätzlich im Inkognito-Fenster: Der Tag darf erst nach deiner Zustimmung im Banner feuern. Führe zum Schluss einen Testkauf durch und prüfe, ob das Kauf-Ereignis mit dem richtigen Wert erscheint.
Muss der Produktkatalog verbunden sein, bevor ich den Tag aktiviere?
Es ist empfehlenswert. Verbindest du zuerst den Produktkatalog über die Pinterest-App und aktivierst danach den Tag, verknüpft Pinterest die gemeldeten Käufe direkt mit deinen Produkten. So bekommst du pro Produkt saubere Zahlen statt nur einer Gesamtsumme.
Fazit
Den Pinterest Tag baust du in Shopify am einfachsten über die offizielle Pinterest-App ein, ganz ohne Entwickler. DSGVO-sauber wird er, wenn er erst nach der Einwilligung lädt, ein Auftragsverarbeitungsvertrag vorliegt und deine Datenschutzerklärung den Einsatz samt Serverstandort nennt. Für die rechtlich verbindliche Freigabe sprichst du mit deinem Datenschutzbeauftragten. Sobald der Tag misst, siehst du zum ersten Mal, welche Pins wirklich Umsatz bringen, statt nur Klicks zu zählen. Der nächste Schritt ist der stetige Nachschub an Pins, damit Pinterest genug Signale bekommt und deine Messung Substanz hat. Wenn du diesen Teil nicht von Hand machen willst, verbinde deinen Shop mit PinAutopilot und lass die Pins automatisch aus deinem Produktkatalog entstehen.