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Pinterest Keyword-Recherche auf Deutsch: so findest du Suchbegriffe, die Käufer eintippen

Keyword-Recherche für Pinterest auf Deutsch: konkrete Methoden, um die Suchbegriffe zu finden, die deutsche Käufer wirklich eintippen, und sie in Pins, Titeln und Pinnwänden zu platzieren.

Von Das PinAutopilot-Team11 Min. Lesezeit
Pinterest Keyword-Recherche auf Deutsch: so findest du Suchbegriffe, die Käufer eintippen

Pinterest ist keine Social-Media-Plattform, sondern eine visuelle Suchmaschine. Über über 500 Millionen Menschen suchen dort jeden Monat aktiv nach Produkten, Ideen und Anleitungen, und 97 % der meistgesuchten Begriffe enthalten keinen Markennamen (Quelle: Pinterest Business), die Leute suchen also nach „Geschenk zur Hochzeit“ statt nach einem konkreten Shop. Das ist deine Chance: Wer die richtigen Suchbegriffe kennt, landet vor der Kaufentscheidung im Blickfeld.

Der Haken: Die meisten deutschen Onlineshops übernehmen englische Keywords eins zu eins oder raten, welche Wörter Käufer eintippen. Beides kostet Reichweite. Ein deutscher Nutzer sucht „Wandregal Holz“, nicht „wooden wall shelf“, und er tippt „Geschenk Muttertag“, kurz bevor er kauft, nicht „gift ideas“. In diesem Artikel zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du die tatsächlich getippten deutschen Suchbegriffe findest, wie du prüfst, ob sie Käufer bringen, und wie du sie in Pins, Titeln und Pinnwänden platzierst, damit dein Produktkatalog gefunden wird.

🎯 Das Wichtigste in Kürze

  • Pinterest ist eine Suchmaschine: Keywords entscheiden über deine Sichtbarkeit, nicht Follower.
  • Nutze die Pinterest-eigene Suchleiste und den Trends-Report, statt Google-Keywords zu kopieren.
  • Deutsche Käufer suchen konkret und mit Kaufabsicht: „Wandregal Holz“, nicht „Einrichtung“.
  • Long-Tail-Begriffe mit 3 bis 4 Wörtern haben weniger Konkurrenz und höhere Kaufabsicht.
  • Platziere dein Hauptkeyword in den ersten 40 Zeichen von Titel und Beschreibung.
  • Saisonale Begriffe wie Weihnachten oder Muttertag musst du 45 Tage im Voraus bespielen.

Warum Pinterest-Keywords anders funktionieren als Google

Bei Google tippen Menschen ein Problem oder eine Frage ein. Auf Pinterest suchen sie nach einem visuellen Ergebnis, das sie sich vorstellen können: ein Zimmer, ein Outfit, ein gedeckter Tisch. Das verändert die Wortwahl.

Google-Nutzer suchen „welches Regal für kleine Räume“. Pinterest-Nutzer suchen „Regal kleines Zimmer“ oder „Wandregal schmal“. Kürzer, konkreter, bildhafter. Wer Google-Keyword-Tools nutzt und die Ergebnisse ungeprüft auf Pinterest überträgt, zielt an der echten Suchsprache vorbei.

Dazu kommt die Kaufabsicht. Laut Pinterest nutzen 85 % der wöchentlich aktiven Nutzer die Plattform, um Käufe zu planen, und 80 % von ihnen haben schon ein Produkt entdeckt, das sie nicht gesucht hatten. Für dich heißt das: Ein Nutzer, der „Küchenregal Landhausstil“ tippt, ist näher am Kauf als jemand, der bei Google recherchiert. Deine Aufgabe ist, mit genau seinem Suchbegriff sichtbar zu sein.

💡 Profi-Tipp: Öffne die Pinterest-Suche im Inkognito-Fenster und mit auf Deutsch gestelltem Konto. So siehst du die Vorschläge, die deutsche Nutzer bekommen, nicht die aus deinem eigenen, oft international geprägten Suchverlauf.

Schritt 1: Die Suchleiste als Keyword-Quelle nutzen

Das stärkste kostenlose Werkzeug ist die Pinterest-Suchleiste selbst. Sie zeigt dir echte, häufig getippte Begriffe in der Reihenfolge ihrer Beliebtheit.

Tippe dein Basiswort ein, zum Beispiel „Kerze“, und schau dir die Autovervollständigung an: „Kerzen selber machen“, „Kerzen deko“, „Kerzenhalter“. Das sind reale Suchanfragen deutscher Nutzer, keine Schätzungen. Notiere alle Vorschläge.

Danach folgt die zweite Quelle: die farbigen Kacheln unter der Suchleiste. Nach einer Suche zeigt Pinterest sogenannte „Guided Search“-Kacheln mit verwandten Begriffen. Für „Kerze“ erscheinen dann etwa „selber machen“, „Weihnachten“, „Sojawachs“, „Duft“. Jede Kachel ist ein Filter, den echte Nutzer klicken, also ein bestätigter Suchbegriff. Kombiniere sie zu Long-Tail-Keywords: „Kerze selber machen Sojawachs“.

Wiederhole das für jede Produktkategorie in deinem Onlineshop. Innerhalb einer Stunde hast du für ein Sortiment eine Liste mit 50 bis 100 echten deutschen Suchbegriffen, ganz ohne Tool.

Buchstaben-Methode für mehr Tiefe

Hänge an dein Basiswort einzelne Buchstaben an: „Kerze a“, „Kerze b“, „Kerze c“. Pinterest vervollständigt jeweils anders und legt dabei Nischenbegriffe frei, die du sonst nie sehen würdest, etwa „Kerze aus Bienenwachs“ oder „Kerze basteln Kinder“. Diese Long-Tail-Begriffe haben oft weniger Konkurrenz und treffen eine sehr konkrete Kaufabsicht.

Schritt 2: Den Pinterest Trends-Report für den deutschen Markt lesen

Pinterest stellt unter trends.pinterest.com einen kostenlosen Trends-Report bereit, und du kannst ihn auf Deutschland einstellen. Das ist entscheidend, denn Suchvolumen und Saisonalität unterscheiden sich stark zwischen Ländern.

Stell die Region auf Deutschland und gib deinen Begriff ein. Du siehst dann den Verlauf der letzten Monate, verwandte Begriffe und, besonders wertvoll, wann die Suche nach diesem Begriff ansteigt. Für „Adventskranz“ beginnt der Anstieg in Deutschland bereits Anfang Oktober, der Höhepunkt liegt im November. Wer erst Ende November pinnt, ist zu spät.

über 500 Mio.aktive Nutzer pro Monat weltweit
97 %der Top-Suchen ohne Markennamen
85 %der Wochennutzer planen einen Kauf
45 TageVorlauf, den saisonale Pins brauchen

Nutze den Trends-Report auch, um zwischen zwei Begriffen zu entscheiden. Vergleichst du „Wandregal“ mit „Hängeregal“, zeigt dir der Verlauf, welcher Begriff in Deutschland stärker gesucht wird. So priorisierst du nach Daten, nicht nach Bauchgefühl.

💡 Profi-Tipp: Trage dir die drei bis fünf umsatzstärksten Saisonanlässe deines Shops in einen Kalender ein, jeweils mit einem Startdatum 45 Tage davor. Weihnachten, Ostern, Muttertag, Hochzeitssaison von Mai bis September. An diesem Startdatum beginnst du, die passenden Keywords zu bespielen, nicht am Anlass selbst.

Schritt 3: Kaufabsicht von reiner Inspiration trennen

Nicht jeder Suchbegriff bringt Käufer. Ein Nutzer, der „Wohnzimmer Ideen“ sucht, sammelt Inspiration. Ein Nutzer, der „Couchtisch rund Eiche“ sucht, weiß, was er will. Für einen Onlineshop sind die konkreten Begriffe wertvoller, weil sie näher am Kauf liegen.

So erkennst du Begriffe mit Kaufabsicht:

  • Produktname plus Eigenschaft: „Ledertasche braun“, „Wandregal Holz weiß“. Der Nutzer filtert bereits nach konkreten Merkmalen.
  • Produktname plus Anlass: „Geschenk Einschulung“, „Deko Hochzeit Tisch“. Es gibt einen konkreten Kaufauslöser.
  • Produktname plus Stil: „Lampe Boho“, „Küche Landhausstil“. Der Nutzer hat eine klare Vorstellung und sucht Passendes zum Kaufen.

Inspirationsbegriffe wie „Einrichtung Ideen“ bringen viel Reichweite, aber weniger direkte Verkäufe. Du brauchst beide: breite Begriffe für Sichtbarkeit, konkrete Begriffe für Umsatz. Eine gute Faustregel ist ein Verhältnis von etwa einem breiten zu drei konkreten Begriffen pro Pin.

⚠️ Achtung: Stopfe nicht 20 Keywords in eine Beschreibung. Pinterest wertet Keyword-Stuffing als Spam-Signal und drosselt die Reichweite. Zwei bis vier relevante Begriffe pro Pin, natürlich in ganze Sätze eingebaut, wirken besser als eine Aufzählung.

Schritt 4: Keywords richtig platzieren

Ein gutes Keyword hilft nur, wenn es an der richtigen Stelle steht. Pinterest liest mehrere Felder aus, und ihre Gewichtung ist unterschiedlich.

Pin-Titel (die ersten 40 Zeichen zählen am meisten): Setze dein Hauptkeyword an den Anfang. Statt „Endlich da: unser neues Modell“ schreib „Wandregal Holz für schmale Flure, jetzt neu“. Der erste Teil ist das, was in der Vorschau und in den Suchergebnissen sofort sichtbar ist.

Pin-Beschreibung (bis 800 Zeichen): Baue zwei bis drei verwandte Keywords in vollständige, gut lesbare Sätze ein. Beschreibe, für wen das Produkt ist und in welcher Situation es passt. Das gibt Pinterest Kontext und dem Leser einen Grund zu klicken.

Pinnwand-Name und Pinnwand-Beschreibung: Die Pinnwand ist ein oft übersehenes Keyword-Feld. Nenne sie „Wandregale aus Holz“ statt „Meine Lieblingsstücke“. Pinterest ordnet Pins auch über ihre Pinnwand thematisch ein.

Text auf dem Bild selbst: Pinterest kann Text im Bild erkennen per Bilderkennung. Ein Overlay wie „Wandregal Holz, 3 Größen“ verstärkt das Keyword-Signal und erhöht gleichzeitig die Klickrate.

Alt-Text: Beschreibe das Bild sachlich mit deinem Keyword. Das ist vor allem eine Frage der Barrierefreiheit und gibt Pinterest zusätzlichen Kontext.

💡 Profi-Tipp: Leg pro Produkt eine kleine Keyword-Matrix an: ein Hauptkeyword für den Titel, drei verwandte Begriffe für die Beschreibung, ein Stil- oder Anlassbegriff für die Pinnwand. So streust du Varianten, ohne dich zu wiederholen, und deckst mehr Suchanfragen ab.

Schritt 5: Keywords im großen Onlineshop skalieren

Für ein einzelnes Produkt ist die Handarbeit machbar. Bei 200, 500 oder 1.500 Produkten wird sie zur Vollzeitaufgabe. Genau hier scheitern die meisten Shops: Sie recherchieren Keywords für die zehn Bestseller und lassen den Rest des Katalogs ohne Optimierung liegen.

Der Ausweg ist ein systematischer Ansatz. Lege eine Keyword-Tabelle je Produktkategorie an, nicht je Einzelprodukt. Für die Kategorie „Wandregale“ sammelst du einmal 30 Begriffe und wendest sie dann mit produktspezifischen Merkmalen auf jedes Regal an. Das reduziert den Aufwand drastisch.

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Datenschutz: was du bei Tracking und KI beachten musst

Sobald du Pinterest mit deinem Shop verbindest, ein Conversion-Tracking einrichtest oder KI zur Pin-Erstellung nutzt, wird die DSGVO relevant. Drei Punkte solltest du im Blick haben.

Der Pinterest-Tag. Er setzt Cookies und überträgt Nutzerdaten an Pinterest. Für den Einsatz brauchst du in der Regel eine aktive Einwilligung deiner Besucher über dein Consent-Banner, bevor der Tag lädt. Nenne Pinterest in deiner Datenschutzerklärung.

Auftragsverarbeitung. Wenn ein Dienst in deinem Auftrag Daten verarbeitet, etwa dein Shop-System oder ein Automatisierungstool, gehört ein Auftragsverarbeitungsvertrag dazu. Achte auch auf den Serverstandort, denn Datenübermittlungen in die USA unterliegen besonderen Anforderungen.

KI-generierte Inhalte. Wenn du Produktbilder oder Texte per KI erzeugst, prüfe, welche Daten dabei an den Anbieter fließen und wo sie verarbeitet werden.

⚠️ Achtung: Dieser Abschnitt ist eine allgemeine Orientierung, keine Rechtsberatung. Ob dein konkreter Aufbau DSGVO-konform ist, hängt von vielen Details ab. Klär das mit deinem Datenschutzbeauftragten oder einem Fachanwalt, bevor du Tracking oder KI produktiv schaltest.

Für den deutschen Markt zahlt sich Sorgfalt aus: Impressumspflicht, eine saubere Datenschutzerklärung und ein Siegel wie Trusted Shops erhöhen das Vertrauen und damit die Kaufbereitschaft, gerade bei Käufern, die dich über Pinterest zum ersten Mal sehen.

Schritt 6: Keywords messen und nachschärfen

Keyword-Recherche ist kein einmaliger Akt. Pinterest Analytics zeigt dir für jeden Pin die Impressionen und die ausgehenden Klicks. Schau dir monatlich an, welche Pins ausgehende Klicks bringen, das sind Nutzer, die tatsächlich zu deinem Shop weiterklicken.

Finde Muster: Welche Keywords tauchen in deinen erfolgreichsten Pins auf? Setz stärker auf diese Begriffe und ihre Varianten. Welche Pins bekommen viele Impressionen, aber kaum Klicks? Dort stimmt oft das Keyword, aber das Bild oder der Titel überzeugt nicht.

Nutze außerdem die Suchbegriffe, über die Nutzer auf deine Pins gestoßen sind. Sie stehen dir in Analytics teilweise zur Verfügung und liefern dir neue, echte Keywords, die du noch nicht bespielst. So wächst deine Keyword-Liste von selbst weiter.

💡 Profi-Tipp: Teste bei deinen Bestsellern zwei Titelvarianten mit unterschiedlichem Hauptkeyword, etwa „Wandregal Holz“ gegen „Hängeregal Holz“. Nach vier Wochen zeigt Analytics, welcher Begriff mehr ausgehende Klicks bringt. Übertrage den Gewinner auf ähnliche Produkte.

Häufige Fragen

Wie finde ich die besten Pinterest-Keywords für meinen Onlineshop?

Starte mit der Pinterest-Suchleiste: Tippe dein Produkt ein und notiere alle Autovervollständigungen sowie die farbigen Guided-Search-Kacheln, das sind echte Suchanfragen. Ergänze sie mit dem Pinterest Trends-Report für Deutschland, um Suchverlauf und Saisonalität zu sehen. Priorisiere Begriffe, die einen Produktnamen mit einer Eigenschaft, einem Anlass oder einem Stil kombinieren, weil diese die höchste Kaufabsicht haben.

Sind Pinterest-Keywords dieselben wie Google-Keywords?

Nein. Google-Nutzer formulieren Fragen und ganze Sätze, Pinterest-Nutzer suchen kürzer und bildhafter. Auf Google „welches Regal für kleine Räume“, auf Pinterest „Regal kleines Zimmer“. Übernimm Google-Keywords also nicht ungeprüft, sondern gleiche sie immer mit der Pinterest-Suchleiste ab.

Wie viele Keywords sollte ich pro Pin verwenden?

Zwei bis vier relevante Begriffe, natürlich in ganze Sätze eingebaut. Ein Hauptkeyword gehört in die ersten 40 Zeichen des Titels, zwei bis drei verwandte Begriffe in die Beschreibung. Mehr wirkt schnell wie Keyword-Stuffing, und Pinterest drosselt dann die Reichweite.

Wann sollte ich saisonale Keywords einsetzen?

Etwa 45 Tage vor dem Anlass. Für Weihnachten beginnst du Anfang bis Mitte Oktober, für Muttertag rund sechs Wochen vorher. Der Pinterest Trends-Report für Deutschland zeigt dir den genauen Zeitpunkt, ab dem die Suche nach einem Begriff ansteigt.

Muss ich meine Keywords auf Deutsch oder Englisch schreiben?

Für den deutschen Markt auf Deutsch, und zwar in der Form, die Käufer wirklich tippen. Ein deutscher Nutzer sucht „Wandregal Holz“, nicht „wooden wall shelf“. Wenn du auch international verkaufst, lege getrennte Pins mit Keywords in der jeweiligen Sprache an, statt zu mischen.

Wie optimiere ich Keywords für hunderte Produkte gleichzeitig?

Arbeite je Produktkategorie statt je Einzelprodukt: Sammle einmal 20 bis 30 Begriffe für eine Kategorie und wende sie mit produktspezifischen Merkmalen auf jedes Produkt an. Für sehr große Kataloge lohnt sich Automatisierung, etwa mit PinAutopilot, das deinen Produktkatalog ausliest und für jedes Produkt Pins mit passenden Keywords erstellt und veröffentlicht.

Fazit

Keyword-Recherche auf Pinterest ist kein Ratespiel, sondern ein Handwerk mit klaren Werkzeugen: die Suchleiste für echte Suchbegriffe, der Trends-Report für Timing und Region, die Analytics für das Nachschärfen. Wer die Wörter kennt, die deutsche Käufer wirklich eintippen, und sie in Titel, Beschreibung und Pinnwand richtig platziert, wird genau im Moment der Kaufabsicht gefunden.

Fang klein an: Nimm dein meistverkauftes Produkt, sammle mit der Suchleiste zehn deutsche Keywords und baue das stärkste in den Titel ein. Miss nach vier Wochen die ausgehenden Klicks. Wenn du diesen Prozess auf deinen ganzen Katalog ausweiten willst, ohne jeden Pin von Hand zu erstellen, teste PinAutopilot kostenlos und lass die Keyword-Logik einmal einrichten, statt sie tausendfach zu wiederholen.

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